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Hallo, ich bin Dorothée Kerstiens

Autorin, Historikerin, Moderatorin und Verlegerin

Einen eigenen Verlag gründen?

In großer Auflage drucken und die Bücher dann auch noch im Alleingang in den Buchhandel bringen?

"Das wollen Sie nicht wirklich" sagte die sehr freundliche Lektorin eines großen Verlages 2019 zu mir, als ich ihr das Buchprojekt "169 Jahre Grotemeyer" vorstellte und mir ganz sicher war, dass es unbedingt noch im gleichen Jahr herauskommen müsse.

Und ja: Das war schon ein bisschen verrückt und "sehr ambitioniert", wie mir Verlagsprofis übereinstimmend sagten. Aber als Autorin und Historikerin mit Riesen-Neugier-Gen konnte ich der Geschichte einer Münsterschen Kaffeehausdynastie und ihrer bis dahin streng geheim gehaltenen Rezepte nicht widerstehen.  So fing alles an.

"169 Jahre Grotemeyer" hat aus dem Stand den Sprung in Bestsellerregale geschafft und ist in der 3. Auflage. Unsere Kaffeehausgeschichte hat Fans im gesamten deutschsprachigen Raum und weiteren Ländern bis nach Kanada und Neuseeland.

Wermeling Verlag??

"Nach dem Wermeling Verlag wurde schon eine Straße benannt", sagen wir manchmal augenzwinkernd.

Auf der Wermelingstraße, im Herzen des Kreuzviertels, 5 Minuten Fußweg vom Münsterschen Prinzipalmarkt entfernt, lebe und arbeite ich gemeinsam mit meinem Mann. Unsere grüne Oase mitten in der Stadt kennen viele aus unseren Grotemeyer-Büchern, denn Küche, Wohnzimmer, Terrasse und Garten dienten über Monate gleichzeitig als Fotostudios, in denen wir gezeigt haben, wie all die Köstlichkeiten aus der Backstube des Café Grotemeyer aussehen, wenn sie zu Hause gebacken werden.

Vernetztes Handwerk

Die Wermelingstraße war traditionell eine Straße mit vielen Handwerksbetrieben. Perfekt, dachte ich mir, denn in einem Verlag vernetzt sich viel kreative Handwerkskunst:

  • die des Schreibens, Fotografierens und kreativen Gestaltens
  • Malerei und Illustration
  • Buchsatz und Layout
  • Druck und Buchbinderei

Als freie Journalistin bin ich schon während meines Studiums täglich in einem großen Pressehaus ein und aus gegangen und der unverwechselbare Geruch einer Druckerei setzt bei mir sofort Kopfkino frei. Auch deshalb arbeite ich so gern mit regionalen Betrieben, die es mir möglich machen, die Herstellungsprozesse meiner Bücher eng zu begleiten und beispielsweise beim Andruck mit an den Druckmaschinen zu stehen.

Kleine handwerkliche Sahnehäubchen setzen wir zuletzt im Verlag auf: mit Buch-Siegeln, persönlichen Signaturen und eigenen Karten und Geschenkverpackungen für unsere Buchsendungen.

Was für Bücher machst Du denn?

Schöne Bücher, die man nicht mehr vergisst!

"Mit so viel Liebe gemacht, etwas ganz Besonderes" ist wohl der Satz, den ich am häufigsten höre und in Mails und Briefen lese. Die leuchtenden Augen, die Freude, die guten Erinnerungen, die positiven Gefühle, die unsere Bücher auslösen, sind zum Programm geworden:

Ich mache aus außergewöhnlichen Geschichten und relevanten Themen Bücher, die bleiben. Bücher, die das Zeug zum Lieblingsbuch oder zum besonderen Wegbegleiter haben und die Sie in Erinnerung behalten werden.

Was mir wichtig ist

Regionale Produktion

Meine Bücher werden in unserer Region gesetzt und layoutet, gedruckt und gebunden. So kann ich alle Produktionsphasen bis zum Andruck begleiten.

Nachhaltigkeit

Eine nachhaltige und klimaschonende Produktion und die Stärkung regionaler Betriebe und Netzwerke sind mir wichtig.

Etwas in Bewegung setzen

Mit Büchern berühren, Freude schenken, Blickwinkel verändern, etwas in Bewegung setzen.

Mit unseren Lesungen und Veranstaltungen unterstützen wir häufig Projekte, die uns am Herzen liegen.

WDR-Dreh auf der Wermelingstraße

Ein kurzes Video von Michael Kerstiens,

das während des WDR-Drehs im Januar 2020 bei uns entstanden ist. [Weiterleitung auf youtube]

Ein großes Dankeschön an das WDR-Team, das uns erlaubt hat, die Bilder zu veröffentlichen
 

Über mich

Laufend oder joggend kann ich wunderbar entspannen und Geschichten und Buchprojekte durchdenken.

Münster bedeutet für mich Heimat. Lieblingsorte: die Promenade und die Kreuzschanze mit dem Brunnen "Sketch for a Fountain" von Nicole Eisenman.

Großstädte inspirieren mich. Lieblingsorte: Rom und Palermo, wo meine älteste Tochter mit ihrer Familie lebt.

Mit meiner Begeisterungsfähigkeit kann ich andere oft leichtfüßig mitreißen.
Scheinbar unmögliche Projekte ziehen mich magisch an.
Manchmal jongliere ich dabei allerdings ziemlich viele Bälle in der Luft...

Die Leidenschaft fürs Schreiben, für Geschichten, die Liebe zu Büchern und visuellen Geschichten im Film haben mich durch alle Lebensphasen begleitet. Mit 16 Jahren habe ich angefangen, journalistisch zu schreiben und die Lokalredaktion war lange Zeit mein zweites Zuhause. In Drehbuchseminaren an der ifs Filmschule und in  der Autorenausbildung im Kölner Filmhaus lernte ich das Drehbuchhandwerk bei Ron Kellermann, Daniel Speck, Keith Cunningham und Thomas Schlesinger. Mein erster fiktionaler Drehbuchstoff wurde direkt von Ziegler Film Berlin optioniert.

Die Kaffeehausgeschichte "169 Jahre Grotemeyer. Das Café, der Maler, die Rezepte" und das Backbuch "Konditorenrezepte aus dem legendären Café" habe ich geschrieben.

Neue Projekte sind in Arbeit.

 

Mein Studium der Neueren Geschichte, Politikwissenschaft und Literaturwissenschaft hat meinen Blick auf die Welt geprägt. Ich kann mich mit Freude in gänzlich neue Themen einarbeiten und finde es spannend, wie Dinge zusammenhängen, im Großen wie im Kleinen.

Als ich die Kaffeehausgeschichte "169 Jahre Grotemeyer" mit Zeitzeugeninterviews und in Archiven recherchiert habe, war ein zündender Funke die Erkenntnis, wie sehr diese starken Kaffeehauschefinnen über mehrere Generationen hinweg gegen alle Widerstände ihrer Zeit einfach "ihr Ding" gemacht haben, sich emanzipiert haben und mit ihrem Café Stadtgeschichte geschrieben haben. "Stadtgeschichte von unten", sagte neulich eine begeisterte Besucherin einer unserer Lesungen ganz treffend.

Ich liebe es, mit Menschen in Kommunikation zu sein, Neues zu lernen und den Kern ihrer Geschichten und Sichtweisen zu verstehen.
Privat, als Moderatorin in Seminaren und Trainings oder in Interviews und Gesprächen für neue Buchprojekte.

Was ich am liebsten machen möchte, wusste ich schon mit Anfang 20:

Geschichten erzählen, Bücher schreiben und als Lektorin in einem Verlag arbeiten. Manchmal braucht es ein paar Jahrzehnte und einige Umwege, bis ein Lebenstraum Wirklichkeit wird...

Genuss bedeutet für mich die lange Tafel mit Freunden und Familie, an der viele Platz haben.

Theater, Musik, Ausstellungen, Kunst in vielen Facetten.

Und immer gern der Besuch im traditionsreichsten Kaffeehaus der Stadt, die ich gerade erkunde.